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Liebe Gemeindeglieder, liebe Gäste,
am 3. Oktober feiern wir wieder Ernte- Dank - Fest. Und - bereits zum 20. Mal - den Tag der Deutschen Einheit. „Gott sei Dank!" Das Erntedankfest verdankt seine Entstehung der Freude darüber, dass die Ernte eingebracht ist. Aber: Es soll auch unser Denken in Gang setzen. Denn Gedankenlosigkeit macht zuerst gleichgültig, dann undankbar, dann neidisch, dann aggressiv. Wenn wir denken können, dass unser Genug-Haben ein Wunder ist und durchaus nicht selbstverständlich, dann ist auch die Not der anderen nicht mehr selbstverständlich. Wir fangen an, zu verstehen, wodurch ihre Not entsteht, und wir entdecken Zusammenhänge mit unserer Art zu leben und zu handeln. Faustregel: Je länger der Weg zwischen dem, was wir essen und dem Ort, an dem es gewachsen ist, desto größer die Gefahr, dass die Menschen in anderen Ländern nicht von dem leben können, was bei ihnen wächst. Das Tischgebet ist das kleine tägliche Erntedankfest. Wir sehen auf das scheinbar Selbstverständliche vor uns auf dem Tisch. Uns wird bewusst, dass wir am Leben sind, trotz allem, und dass viele täglich daran mitwirken. Nichts ist selbstverständlich. Wir sprechen und hören Worte, die uns an Gottes gute Gaben erinnern. Verständlich wird das alles nur, wenn ich Gott dankbar dafür bin, der in seinem Wohlgefallen seine Hand auftut. Jeder Sonntag, jeder Gottesdienst, bietet übrigens eine gute Gelegenheit mit anderen zusammen Gott zu danken und sich gemeinsam in der Dankbarkeit Gott und Menschen gegenüber einzuüben. Sind Sie mit dabei? Sie sind herzlich willkommen! Entdecken wir gemeinsam, wie gut Gott es mit uns meint!
Herzlich grüßt Sie Ihr
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Weck’ die Schildkröte in Dir! |
„Es gilt als ausgemacht, dass die Glückseligkeit sich in der Muße findet", sagte Aristoteles im vierten Jahrhundert vor Christus. Auf gut Deutsch: Nichtstun macht glücklich. Unsere Kultur hat sich aus dieser Weisheit wenig gemacht. Preußisch-protestantische Arbeitsmoral hielt nichts vom Nichtstun. Wir kennen Sätze wie: „Müßiggang ist aller Laster Anfang". Disziplin, Fleiß und Selbstverleugnung sind preußische Tugenden. „Gib, dass ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret ...", so klingt es im Evangelischen Gesangbuch. Auch heute noch gilt es als schick und moralisch korrekt, im Stress zu sein, unabkömmlich, mit einem übervollen Terminkalender. In der Regel haben wir es einfach nicht gelernt, mal fünfe gerade sein zu lassen. Dabei gibt es gute Gründe, wenigstens am Sonntag das Leben jenseits der Rastlosigkeit zu entdecken: die Kinder nicht zu drängeln, sich Zeit zu nehmen zum Kuscheln und Reden, das Nichtstun einzuplanen und die einfachen Dinge des Lebens zu genießen - ein schönes Essen, die Wolken am Himmel, die Blumen auf dem Tisch. Biochemische Forschungen haben gezeigt: Wer gelegentlich der Faulheit frönt, lebt länger. Stresshormone fressen die Wachstumshormone, die uns fit halten, förmlich auf. Aus der Ruhe kommt die Kraft, gut und lang zu leben. Die Schildkröten machen es vor. Nur ist es eben gar nicht so einfach, die Schildkröte in sich zu wecken, wenn der Rest der Welt selbst am Sonntag schnell noch einmal ins Büro fährt, gerne einkaufen geht oder sein Auto in die Waschanlage fährt. Nicht nur der Körper, auch Geist und Seele profitieren von den Mußestunden des Sonntags. Geistesblitze setzten Müßiggang voraus. Um Ideen zu entwickeln, muss der Kopf frei sein. Von Albert Einstein wird erzählt, dass er im Schnitt zwölf Stunden schlief - und nebenbei seine Relativitätstheorie entwickelte. „Den Seinen gibt es der Herr im Schlaf", sagt schon die Bibel (Psalm 127,2). Sie weiß wohl darum, dass Welt- und Selbsterkenntnis nicht dem Alltagsstress entspringt, sondern Zeit und Raum braucht, die ein freier Sonntag schenken kann. Muße und Religion haben manches gemein: Sie lehren uns, dass es heilsam ist, Abstand zu gewinnen von den Pflichten und Sorgen dieser Welt, um zu sich selbst zu finden, zu anderen - und zu Gott.
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„Ein Küster hat es nie leicht" - dieser Satz in den Dankesworten an unseren Küster Herrn Klaus Müller bei dessen Verabschiedung im Gottesdienst am Sonntag, dem 6. Juni 2010, lenkte den Blick dieser Mitarbeiterstelle stärker zu. Für Frau Silvia Schulz, die am gleichen Tage als Nachfolgerin auf dieser halben Stelle eingeführt wurde, gilt dies genauso. Da Frau Schulz bereits länger als ein Jahr in Krankheitsvertretung geküstert hat, erfolgte der Wechsel bisher still. Unauffälligkeit ist überhaupt ein wesentliches Merkmal dieses vielseitigen, bewegten und bei einer Teilzeitstelle besonders auslastenden Dienstes. Für das Aufstocken der laut kirchlicher Stellenzuweisung nur 37,5 Prozent umfassenden Stelle kommt die Gemeinde allein auf. Dankbar sind wir auch weiterhin für die Gemeindeglieder, die als freiwillige Helfer der Küsterin zu einem verdienten freien Wochenende verhelfen oder sie bei anderen Diensten vertreten. Wie auch Herr Müller tritt Frau Schulz ihren Küsterdienst aus einem völlig anderen Beruf heraus über Arbeitslosigkeit und damit als „Seiteneinsteiger" an. Von der Vielzahl größerer und kleiner zu verrichtender Tätigkeiten ahnt und bemerkt die Gemeinde oft nur wenig. Herr Müller musste wegen Krankheit aus dem Dienst und damit auch aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Die Gemeinde gab ihm gute Wünsche zusammen mit einem irischen Segensspruch für den Ruhestand mit. |
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Goldene Konfirmation 2010 |
Am 4. und 5. September 2010 begehen wir das Jubiläum der Goldenen Konfirmation. Alle, die in diesen Jahren hier in unserer Warnemünder Kirche und alle, die in diesen Jahren anderswo konfirmiert worden sind, nun aber hier leben, laden wir herzlich ein! Unsere Einladung gilt auch allen, die keine Kirchenmitglieder mehr sind. Bitte sagen Sie diese Einladung Ihnen bekannten Jubilaren weiter. Wir konnten leider nicht alle Anschriften herausfinden. Für unsere Planung der Kaffeetafel am Sonnabend, den 04. September um 15 Uhr in unserem Gemeindehaus Am Kirchenplatz 4 (neben der Ostseesparkasse und direkt gegenüber der Kirche) und für das Ausstellen der Jubiläumsurkunden erbitten wir Ihre schriftliche Anmeldung. Wenn sich der Geburtsname durch Heirat geändert hat, erbitten wir auch Ihren Geburtsnamen. Um eine Teilnehmerliste allen Jubilaren zugänglich machen zu können, benötigen wir Ihr Einverständnis. Bitte vermerken Sie bei Ihrer schriftlichen Anmeldung, wenn Sie mit der Veröffentlichung Ihrer Anschrift nicht einverstanden sind! Bei unserer Kaffeetafel soll auch Zeit sein, um sich auszutauschen und vielleicht auch alte Konfirmationsbilder anzuschauen. Wir würden uns freuen, wenn Sie Bilder aus Ihrer Konfirmandenzeit mitbringen. Am Sonntag, dem 5. September 2010, feiern wir um 10 Uhr den Festgottesdienst, verbunden mit der Feier des Heiligen Abendmahls. |
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