Pfingstsonntag 19. Mai 2013 10 Uhr
KONFIRMATION
Pfingstmontag 20. Mai 2013 11 Uhr
GOTTESDIENST IM KURHAUSGARTEN
mit den Gemeinden im Norden Rostocks
Liebe Gemeindeglieder, liebe Gäste,
in wenigen Wochen - am 19. und 20. Mai - feiern wir Pfingsten, den Geburtstag der christlichen Gemeinde und Kirche. Im Hintergrund steht aber mehr.
Jürgen Werth, Liedermacher, Buchautor und Vorstandsvorsitzender des größten christlichen Medienunternehmens ERF Medien e.V. mit Sitz im hessischen Wetzlar, schreibt in seinem Buch „ahaaa… Das kleine Buch vom Verstehen und Verstandenwerden“ (Gerth Medien, Asslar): Woher kommt das eigentlich, dass wir einander oft so schwer verstehen? Woher kommt es, dass wir Gottes Stimme oft nicht von der Stimme unserer eigenen Wünsche und Sehnsüchte unterscheiden können?
Die Bibel erzählt dazu eine Geschichte. Es ist eine Urgeschichte der Menschheit. Sie steht im ersten Buch der Bibel (1.Mose 11, 1 – 9). Das ist geradezu unvorstellbar: Eine Sprache hatten die Menschen. Jeder verstand jeden. Ohne Berlitz – Schule. Ohne Langenscheidt. Weil sie zum selben Volk gehörten. Zur Generation nach der Sintflut. Gott hatte sie buchstäblich aus dem Wasser gezogen. Nun lebten sie unter seinem Regenbogen und damit unter seiner Gnade, seiner Verheißung: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ Gott war ihre Heimat. Er war die Mitte ihres Lebenskreises. Alles und alle waren auf ihn bezogen. Bis – ja, bis sie selber Gott sein wollten. Nicht mehr auf Gott bezogen leben wollten, sondern ich–bezogen, selbstbezogen. Bis dahin gab es ein Volk. Mit einer Mitte. Mit einem Gott. Doch plötzlich bevölkerten ungezählte Möchtegern – Götter das Land. Der Turm, den sie planten, war mehr als ein Turm. Viel mehr: Er war der ehrgeizige Versuch, den Himmel zu erreichen. Den Himmel zu erobern. Den Himmel zu besetzen. Gott abzuschaffen. Der allerdings lässt sich davon ganz und gar nicht beeindrucken. …
Und dann macht Gott dem Treiben ein Ende. Das war keine Strafaktion. Es ist der Versuch, Menschen vor sich selber zu schützen. Wenn nur noch Menschen über Menschen bestimmen, wenn sie festlegen, was gut und böse ist, dann ist es bis zur Hölle nicht mehr weit. Und nun haben wir den Salat. Die sprichwörtliche „babylonische Sprachverwirrung“. Jeder spricht seine eigene Sprache. Und das Missverständnis wird zum Normalfall der Kommunikation. Wer wie Gott sein will, verliert aber auch die Beziehung zu den anderen. Wir alle ahnen, was wir seitdem verloren haben. Und sehnen uns nach einer heilen Welt, nach heilen Beziehungen. Wir sehnen uns danach, dass alles einen Sinn ergibt, sehnen uns ins Paradies zurück, wo alles gestimmt hat, alles zusammengepasst hat, wo wir verstanden haben und verstanden wurden. Wo wir zuhause waren. Für manche Menschen ist die verlorene Kindheit dieses Paradies. Ja! Eine gute und behütete Kindheit hat Charakterzüge des Paradieses. Doch es ist immer ein Paradies mit Schrammen und Brüchen. Das eigentliche Paradies war mehr, ist mehr. Es ist die uneingeschränkte verständnisvolle Gemeinschaft mit dem Schöpfer. Dahin sehnen wir uns zurück. Auch wenn uns das zuweilen nicht bewusst ist. Doch nun? Aus der Traum? Nein! Wie immer in der Geschichte Gottes mit seinen Menschen gibt es eine zweite Chance. Mindestens. Gott macht ein neues Angebot. Kommt von oben nach unten. Wird ein Kind. Rammt das Kreuz von Jesus Christus als Brücke zwischen Himmel und Erde in den Boden. Und schickt den Heiligen Geist. Das Pfingstfest in Jerusalem ist sein Gegenentwurf zum Turmbau zu Babel. So schildert es Lukas in der Apostelgeschichte (Kapitel 2, 1 – 11)….
Wo der Geist Gottes wohnt, entsteht eine neue Heimat. Zieht die Liebe ein. Und Verständnis. Das bemerken auch die, die draußen bleiben. „Seht, wie haben sie einander so lieb!“, sagen sie über die ersten Christen. Und meinen damit auch: „Seht, wie gut sie sich verstehen!“ Die Kirche, die Gemeinde ist der Ort des Verstehens. Oder sollte ich es vorsichtiger formulieren? Er könnte es sein. Was wir dafür brauchen, damit sie zu einem solchen Ort wird? Nicht mehr und nicht weniger als den Geist Gottes. Immer wieder neu. – Soweit Jürgen Werth.
Unsere Kirche, unsere Kirchengemeinde – ein Ort des Verstehens! Ich finde, dafür lohnt sich das persönliche Engagement jedes Einzelnen. Danke, wenn SIE mit dabei sind! Mit allen guten Wünschen für ein erfülltes und gesegnetes Pfingstfest, grüßt Sie herzlich -
Ihr Pastor Harry Moritz
Gottesdienst
sonntags 10 Uhr
Morgenandacht
donnerstags 9 Uhr (im Gemeindehaus)
Mittagsgebet mit Orgelmusik
samstags 12 Uhr
dienstags von 14 bis 18 Uhr